Psychotraumatherapie

 

 

Spezielle Psychotraumatherapie mit Kindern und Jugendlichen

 

Was ist ein Trauma?

Das Wort Trauma ist das griechische Wort für „Wunde“.

Ein Psychotrauma ist eine schwere seelische Verletzung.

Die Seele ist Alles – der ganze Geist – in uns.

 

Beispiele für ein mögliches Psychotrauma: Unfälle, Naturkatastrophen, körperliche und emotionale Gewalt, sexueller Missbrauch, Mobbing, Trennung/Scheidung der Eltern, Verwahrlosung, hungern und/oder dursten zu müssen, wenn Babys/Kleinkinder ohne Beziehungsaufnahme rein mechanisch versorgt werden, wenn Kinder als Erwachsener behandelt werden (z.B. Partnerersatz) und damit total überfordert wird, wenn das Kind das Agieren der Eltern unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss bzw. im Entzug erlebt und seine eigenen Bedürfnisse dabei total übersehen werden, wenn das Kind in den Wahnwelten von psychotischen Eltern leben muss, plötzlicher Verlust vertrauter Menschen und sozialer Sicherheit, … …

 

In der Psychotraumatherapie gilt immer der Grundsatz:

SAFTEY FIRST!

(SICHERHEIT HAT VORRANG!)

 

safty first / sicherheit hat vorrang

 

 

 

Bei einem Trauma werden 4 grundlegende Glaubenssätze erschüttert:

„Ich bin sicher.“

„Ich bin wertvoll.“

„Ich kann Menschen vertrauen.“

„Die Welt ist kontrollierbar.“

 

Durch diese Erschütterung wird das Fundament einer gesunden und selbstbewussten Persönlichkeits-entwicklung zerstört. Dir, deinen Eltern, Lehrern und anderen Personen aus deinem Umfeld ist bestimmt aufgefallen, dass du dich seit diesem schlimmen Erlebnis verändert hast: Du bist vielleicht ängstlich/ panisch oder du suchst sehr intensiv die Nähe von Mama/Papa oder du wirst schnell ohne erkennbaren Grund wütend oder du kannst dich nicht mehr konzentrieren – bist wie „weg geschaltet“ oder du kannst nachts nicht mehr schlafen. Alle meckern herum, weil du doch so alltägliche Dinge wie Schulzettel abheften vergisst oder deine Noten vielleicht schlechter geworden sind. Obwohl du auch nicht weist warum das alles nicht mehr so klappt, fühlst du dich noch schlechter, ja sogar nutzlos, weil du es sowieso niemandem Recht machen kannst. Es ist wie ein Teufelskreis. Aber auch wenn deine Eltern oder andere Personen versuchen dich zu stärken, kannst du dies nicht wirklich annehmen, weil deine grundlegenden Glaubensmuster erschüttert worden sind. Was auch immer auf dem mittlerweile instabilen Fundament aufgebaut wird, kann nicht von langer Dauer sein und wird früher oder später zusammenbrechen, weil das belastende Erlebnis eine Wunde hinterlassen hat. Sehr wahrscheinlich hat deine Wunde schon eine Kruste, aber durch Trigger oder erneute Verletzungen wird deine ursprüngliche Wunde erneut aufgerissen. Die nicht-verheilte Wunde hat ähnliche Auswirkungen wie innere Blutungen, die nicht ohne ausreichende Pflege, professionelle Behandlung und Sicherheit heilen kann.

 

 

Traumafolgestörungen

 

Die persönliche Bedeutung, die eine betroffene Person dem traumatisierenden Ereignis gibt, beeinflusst hauptsächlich den Verlauf der Entwicklung einer möglichen Traumafolgestörung.

Je jünger die Kinder sind, desto gravierender sind die Auswirkungen auf das sich noch entwickelnde Gehirn von Kindern.

 

 

                              Kind in Panik

 

 

             Kind ist wütend

 

 

 

                                      Kind ist wie weggeschaltet

 

Die Symptome können variieren.

 

 

 

Veränderungen im Gehirn

 

Erklärungsmodell nach A. Krüger aus Powerbook. Erste Hilfe für die Seele.

 

Trauma – Selbsthilfe für junge Menschen:

„Das Gehirn besteht aus 3 Teilen: Dem Stammhirn, dem Mittelgehirn und dem Großgehirn, die folgende Aufgaben haben: Das Stammhirn (Eidechsengehirn) ist für automatische Reaktionen wie z.B. Flucht und Kampf verantwortlich. Im Mittelgehirn (Katzengehirn) entstehen einerseits die Gefühle, die hier auch gesteuert und kontrolliert werden. Andererseits werden hier auch Erinnerungen gespeichert, das Gedächtnis hat hier seinen Platz und andere verschiedene Funktionen werden hier geregelt. Im Großgehirn (Professorgehirn) werden Pläne geschmiedet; es hat quasi die Chefrolle. Normalerweise schläft die Eidechsengehirn und das Katzengehirn arbeitet ausgeglichen mit dem Professorgehirn zusammen. Wenn aber eine traumatische Situation stattfindet oder aber Trigger (Auslöser) vorhanden sind, wird das Eidechsengehirn wach und übernimmt die Herrschaft. Es beeinflusst das Katzengehirn wie auch das Professorgehirn: Das Eidechsengehirn setzt den ganzen Körper „unter Strom“ (was sich anfühlt als hätte man 3 Flaschen Cola getrunken) und hält somit die Muskeln warm, damit der Körper besser auf Flucht oder Kampf reagieren kann. Das Eidechsengehirn beeinflusst das Katzengehirn, indem sie die Flashbacks (Blitzerinnerungen) auslöst, was wiederum heftige Gefühle auslöst. Das Professorgehirn wird auch beeinflusst, indem die Gedanken auf Gefahr programmiert werden. Damit diese Veränderungen den Menschen nicht zu sehr unter Druck setzen, setzt die Dissoziation ein. Das ist ein Schutzmechanismus des Körpers, der bewirkt, dass man wie weggeschaltet ist und seine eigenen Gefühle wie auch alles um einen herum nicht mehr wahrnimmt und man sich an vieles nicht mehr erinnern kann.“

Wenn traumatische Erlebnisse nicht verarbeitet werden, behindern sie die Entwicklung bestimmter Hirnfunktionen, was zu Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensauffälligkeiten und Persönlichkeitsveränderungen führt

 

 

 

Behandlungsmethoden in der speziellen Psychotraumatherapie mit Kindern und Jugendlichen


     - EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing
     - PITT- KID (Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie für Kinder und Jugendliche)
     - KIDNET ( Narrative Expositionstherapie für Kinder)
     - traumabezogene Spieltherapie
     - strukturierte Trauma-Interventionen

 

Meine Schwerpunkte in der speziellen Psychotraumatherapie mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind:


     - EMDR
     - Traumabezogene Spieltherapie